Die Erforschung der Örtlichkeitsnamen hat in der Schweiz eine lange Tradition. Die historische und rezente Mehrsprachigkeit, die reiche Geschichte der letzten Jahrtausende sowie die vielfältige Geografie und Topografie des Landes haben zu einem interessanten Namenbild in allen Regionen des Landes geführt, das Forscherinnen und Forscher und die weitere Öffentlichkeit seit jeher fasziniert und zu Fragen anregt wie den folgenden:

Welches sind die ältesten Ortsnamen in der Schweiz?
Gibt es Spuren der Römer oder der Kelten im Namenschatz der Schweiz?
Was sagen uns die vielen tausend Flurnamen über den Alltag im Mittelalter?

Aber auch Fragen zu spezifischen Phänomenen stellen sich immer wieder:

Warum gibt es rund um Zürich so viele Namen, die auf -ikon enden, und was bedeuten sie?
Warum gibt es die Ortsnamen Wohlen, Muri und Bremgarten doppelt?
Was für einen Hintergrund haben die häufigen Flurnamen Paradies, Höll und Himmelrich?

Solchen und ähnlichen Fragen geht die philologische Ortsnamenforschung in der Schweiz nach. Sie ist eine linguistische Teildisziplin, die sich mit der Form, der Lautung, der Überlieferung und der Herkunft von Ortsnamen befasst. Sie benutzt dazu ein bewährtes Analyseinstrumentarium, das es ermöglicht, Namen sowohl in ihrer einzelnen Gestalt als auch in ihrer vielfältigen Vernetztheit und in ihrem Gebrauch als sprachliche Zeichen besser zu verstehen.

Wenn Sie selber solche oder ähnliche Fragen haben, empfehlen wir Ihnen eine erweiterte Suche in unserer Datensammlung (Anleitung) oder einen Blick in die umfangreiche Literaturliste, die Sie nach Themen oder Regionen konsultieren können.

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Zusammenarbeit
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